Ackerlandschaft

Nutzung - früher und heute

Die fruchtbaren Lössböden der Ackerlandschaft der Soester Börde blieben auch unseren Vorfahren nicht verborgen. Nicht zuletzt daher wurde das Gebiet bereits sehr früh durch den Menschen besiedelt. Ein mittelsteinzeitliches Bodendenkmal (ca. 6000 v. Chr.) nomadisierender Jäger befindet sich z.B. bei Oberbergheim nördlich des Merpketals. Faustkeil- und Tonscherbenfunde sind Belege dieser frühen Besiedlungsgeschichte. Die ersten sesshaften Ackerbauern sind ab der Jungsteinzeit seit 5000 v. Chr. (Linienbandkeramiker) nachgewiesen.

Die Steinkistengräber bei Soest-Hiddingsen (3000-2500 v. Chr.) stammen aus der sogenannten Trichterbecherkultur. Neben den fruchtbaren Böden war auch das Vorhandensein von Wasser ein wichtiger Siedlungsfaktor u.a. Quellen im Merpketal bei Oberbergheim.

Die fruchtbaren Lössböden wurden fast ausschließlich für den Getreideanbau genutzt. Der Boden wurde mit dem Hakenpflug und Ochsen/Pferden als Zugtiere bearbeitet. Das Getreide wurde mit Dreschflegeln gedroschen und von den Ackerflächen der Lieth über den Mühlenweg z.B. mit Ochsenkarren zur Niederbergheimer Mühle ins Möhnetal gefahren. Dies war eine sehr schwere Arbeit bei der viele Landarbeiter/innen eingesetzt worden sind.

Details:

  • Soester Börde
  • Besiedlungsgeschichte
  • Steinkistengräber
  • Trichterbecherkultur
  • Getreideanbau

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